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Über ein Integralrelief für die nomographisch-graphische Lösung einer Aufgabe aus der Niederen Geodäsie. (German) JFM 63.1145.03
Nach einer von F. Wenner gegebenen Einteilung (Praktische Rechenbildkunde (Nomographie), Aachen 1926; F. d. M. 52, 551 (JFM 52.0551.*)) entsteht beim “graphischen Rechnen” jeweils eine von Fall zu Fall zu entwerfende neue Zeichnung, der “Rechenplan”. Dagegen werden bei der Nomographie lediglich auf einer ein für alle Mal entworfenen Zeichnung, dem “Rechenbild”, Ablesungen vorgenommen. Für den Fall, daß auf Nomogrammen noch Linienzüge eingetragen werden, hat Verf. die Bezeichnung “nomographisch-graphisches Rechnen” vorgeschlagen; die betreffenden Nomogramme heißen dann Diagramme oder Reliefs. Wichtige Reliefs dieser Art sind die “Integralreliefs” zur Lösung von Anfangswertaufgaben und Randwertaufgaben gewöhnlicher Differentialgleichungen. Für eine einfache, in der Geodäsie auftretende gewöhnliche Differentialgleichung erster Ordnung führt Verf. ein von ihm entworfenes Integralrelief vor. Ein Anhang erläutert die mathematischen Grundlagen des Entwurfs. Entsprechend dem von d’Ocagne verwendeten Parallelgeradenkoordinatensystem wird bei der Vertafelung das von den tschechischen Mathematikern Láska und Hruška eingeführte Parallelpunktkoordinatensystem in Anwendung gebracht.
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