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Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen. (German) JFM 37.0811.01
Das Molekül eines gelösten Stoffes wird als kleine starre Kugel, die Moleküle des Lösungsmittels als so klein aufgefaßt, daß auf das Lösungsmittel die gewöhnlichen hydrodynamischen Differentialgleichungen anwendbar sind, und nun erst wird untersucht, welchen Einfluß eine solche Kugel, und dann, welchen ein System gleichmäßig verteilter Kugeln dieser Art auf die Bewegungen des Lösungsmittels hat. Mit starken Vernachlässigungen ergibt sich, daß der Koeffizient der inneren Reibung einer sehr verdünnten Lösung gleich dem Koeffizienten für das Lösungsmittel ist, multipliziert mit einem Faktor, der sich von 1 um das Gesamtvolumen der gelösten Moleküle unterscheidet. Durch Beobachtung der Reibungskoeffizienten kann man also bei Kenntnis der Anzahl gelöster Moleküle (vorausgesetzt, daß diese in der Lösung weder dissoziiert, noch zusammengebalt sind) das Volumen eines gelösten Moleküls ermitteln. Es wird gezeigt, daß man statt des Reibungskoeffizienten für den inneren Druck auch den Koeffizienten für die Diffusion des gelösten Stoffes in das Lösungsmittel zur Berechnung benutzen kann, und diese Rechnung wird für Zucker als gelösten Stoff ausgeführt. Sie führt der Größenordnung nach wirklich auf \(1 \mu\mu\) als Molekulardurchmesser.

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