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Über Flüssigkeitsbewegung bei sehr kleiner Reibung. (German) JFM 36.0800.02
Verh. d. 3. intern. Math.-Kongr. Heidelb., 484-491 (1905).
“Ich habe mir die Aufgabe gestellt, systematisch die Bewegungsgesetze einer Flüssigkeit zu durchforschen, deren Reibung als sehr klein angenommen wird. Die Reibung soll so klein sein, daß sie überall vernachlässigt werden darf, wo nicht etwa große Geschwindigkeitsunterschiede auftreten, oder eine akkumulierende Wirkung der Reibung stattfindet. Dieser Plan hat sich als sehr fruchtbar erwiesen, indem man einerseits auf mathematische Formulierungen kommt, die eine Bewältigung der Probleme ermöglichen, andrerseits die Übereinstimmung mit der Beobachtung sehr befriedigend zu werden verspricht.”
Die entstehenden mathematischen Probleme werden kurz besprochen; am Schlusse der Betrachtungen sagt der Verf.: “Nach dem Vorhergehenden zerfällt also die Behandlung eines bestimmten Strömungsvorganges in zwei miteinander in Wechselwirkung stehende Teile: einerseits hat man die freie Flüssigkeit, die als reibungslos nach den Helmholtzschen Wirbelgesetzen behandelt werden kann, andererseits die Übergangsschichten an den festen Grenzen, deren Bewegung durch die freie Flüssigkeit geregelt wird, die aber ihrerseits durch die Aussendung von Wirbelschichten der freien Bewegung das charakteristische Gepräge geben”.
Zuletzt wird über bezügliche Versuche des Verf. berichtet.