×

zbMATH — the first resource for mathematics

The Viscosity of gases and molecular force. (English) JFM 25.1544.01
Die Theorie, dass die Viscosität eines Gases der Quadratwurzel aus der absoluten Temperatur proportional sei, stimmt bekanntlich nicht völlig zu den Versuchsergebnissen. Die gegenwärtige Abhandlung soll zeigen, dass der ganze Unterschied zwischen der Theorie und dem Versuche verschwindet, sobald man in der Theorie der Molecularkraft Rechnung trägt. Hierzu wird an der Ansicht festgehalten, dass die Molecularanziehung zwar bei dem durchschnittlichen Abstande der Molekeln eines Gases zu vernachlässigen sei, nicht aber, wenn zwei Molekeln ganz nahe au einander vorüber gehen. Eine Untersuchung wird angestellt, um zu zeigen, dass wir in der Theorie der Viscosität, sowie sie für kraftlose Molekeln durchgeführt ist, bei einem typischen Falle zweier Molekeln nur das Quadrat des molecularen Sphärendurchmessers in einem gewissen Verhältnisse zu vergrössern brauchen, um die Molecularkraft zu berücksichtigen; dann erzeugt die Erhöhung der Temperatur ein Schwinden der vergrössert gedachten kraftlosen Sphären, welche dieselbe Viscosität wie zwei wirkliche Molekeln äussern konnten. Die Untersuchung wird weiter ausgedehnt, und für den Coefficienten der Viscosität wird die Formel \(T^{\frac12}/\left(1+\frac CT\right)\) gegeben, wo \(C\) eine Constante ist. Dieses Gesetz gilt für den Fall von Gasen bei Temperaturen, die nicht unter der kritischen liegen, und bei Drucken, für welche die Abweichung vom Boyle’schen Gesetze nicht gross ist. Dieses Gesetz wird durch Vergleichung mit Versuchsergebnissen bestätigt, und dann geht die Abhandlung zur Prüfung einiger Folgerungen aus der theoretischen Formel über.

PDF BibTeX XML Cite